Nacht der Geister
24. September 2008 - Kategorien realitätsflucht - 0 Comments
Ich habe gestern Abend das neueste Werk von Kelley Armstrong durchgelesen. Es ist mal wieder in typsicher Fall von bescheuerten Übersetzungen. Im Orignial heißt es "Haunted". Kurz, knapp, bündig und äußerst passend meiner Meinung nach. Im Gegensatz zu der deutschen Übersetzung. Denn eine spezielle Nacht der Geister kommt im ganzen Buch nicht vor. Aber naja. Dass die Deutschen manchmal einfach zu doof zum Übersetzen sind, ist ja nun nichts neues. Und außerdem gibt es ja auch noch viel wichtigeres. Den Inhalt nämlich.
Amazon sagt: Eigentlich ist es praktisch, bereits tot zu sein, findet Eve Levine, Halbdämonin und dunkle Hexe. Zumal wenn man viele Feinde hat, die einem nach dem Leben trachten ... Doch wirklich in Frieden ruht Eve nicht - die ewige Sorge um ihre Tochter, mit der sie als Geist nun nicht mehr sprechen kann, lässt sie nicht los. Da kommt ihr ein Auftrag des Schicksals gerade recht, einer dämonischen Kreatur den Garaus zu machen. Zusammen mit dem attraktiven Hexer Kristof Nast - ihrem Mann fürs Leben nach dem Tode - macht sie sich auf eine Jagd voll gefährlicher Fallstricke. Als Lohn winkt ein geheimnisvolles Medaillon, das es Geistern ermöglichen soll, in die Menschenwelt zurückzukehren ...
Erst war ich nicht so begeistert, als ich hörte, dass Eve in dem neuen Buch die Hauptrolle spielt. Wurde sie doch in den vergangenen vier Bänden der "Women of the Otherworld"-Serie als nicht ganz so netter Zeitgenosse dargestellt. Aber ich wurde überrascht. Frau Armstrong schafft es ihre Entwicklung von der egoistischen schwarzen Hexe zum relativ freundlichen und doch irgendwie sympathischen Geist realistisch darzustellen und auch ihre Handlungen zu Lebzeiten in gewisser Weise nachvollziehbar zu machen.
Die Story ist gut und auch irgendwie neu. Vorher dachte man immer das mit Eve hätte sich erledigt und jetzt findet sie plötzlich im Jenseits ihre Menschlichkeit. Wundervoll. Auch der allgemeine Aufbau des Jenseits und die Ideen die Mrs. Armstrong da eingebaut hat finde ich einfach fasznierend. Der Anfang war zwar etwas schleppend und ich musste mich erst an den neuen Charakter gewöhnen, aber als ich Eve und auch Kristof dann irgendwie lieb gewonnen hatte, verschlang ich das Buch. Besonders der Showdown ist extrem fesselnd. Es war einfach unmöglich das Buch wegzulegen.
Fazit: Alles in allem ist es natürlich nicht so gut wie die ersten beiden Bücher von der Dame. Aber ich habe mich ja auch in Elena Michaels verliebt und an diese wunderbare Werwölfin kommt so wie so kein Charakter heran. Aber wenn man das ignoriert ist es ein tolles Buch und unbedingt lesenswert!
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